Costa Rica

Die Sportferien führten uns nach Costa Rica. Ein Land, welches Natascha bereits zweimal und Daniele einmal besucht hat. Für die Kinder ist es der erste Besuch und sie erweitern ihre besuchten Länder auf 19.

Costa Rica hat nicht die besten Strassen, weshalb auch kürzere Strecken oft längere Zeit beanspruchen. Daher entschieden wir uns vier Orte zu besuchen und die Zeit an den verschiedenen Destinationen mehrheitlich vor Ort zu verbringen. Die Wahl fiel auf vier Orte an der Pazifikküste: Manuel Antonio, La Fortuna, Nosara und Playa Flamingo. Manuel Antonio besuchten Daniele und Natascha bereits zusammen, zudem war Natascha während ihrem Sprachaufenthalt auch bereits in La Fortuna. Nosara wie auch Playa Flamingo sind für alle neue und unbekannte Destinationen.

Mietauto. Mit unserem 4×4 fuhren wir gesamthaft 978 Kilometer. Um die Hauptstadt waren die Strassen in guter Kondition, nämlich geteert und kaum Schlaglöcher. Je näher man an den Strand kam umso einfacher wurden die Strassen und bereits eine kurze Distanz benötigt auf Grund der schlechten Strassenzustände eine lange Zeit. So war auf Grund von etlichen Schlaglöchern und staubigen Steinstrassen ein langsames Fahren angesagt.

Unterkünfte. In Manuel Antonio entschieden wir uns für eine Wohnung, die wir via Airbnb gebucht hatten. Unsere Wohnung lag in Rio Mono, 500 Meter abseits zwischen Quepos und Manuel Antonio in einer kleinen Siedlung. Den Pool und die BBQ Areal teilen wir mit den anderen Wohnungen. Die drei Tage in La Fortuna verbrachten wir im Noah’s Forest by Tifakara. Einem kleine Hotel mit 20 Zimmern mitten im Grünen. In Playa Pelada wohnten wir in einem Airbnb und teilten Pool und BBQ mit drei weiteren Wohnungseinheiten. Diese Unterkunft haben wir ausnahmsweise sehr kurz vor unserer Abreise gebucht, da das Airbnb, welches wir urspünglich gebucht hatten, doppelt gebucht wurde und unsere Buchung seitens Vermieter storniert wurde. Die letzten Tage in Costa Rica waren wir im Margaritaville Beach Resort in Playa Flamingo.

Quepos, Manuel Antonio. Die Fahrt von San Jose nach Quepos wurde mit 2,5 Stunden angegeben. Auf Grund von Staus vor der Brücke über den Rio Tarcoles, an welchem Krokodile sind, dauerte unsere Fahrt nach Manuel Antonio vier Stunden. Nachdem wir die Unterkunft bezogen hatten, ging die Fahrt schnell wieder vergessen. Affen, Faultiere, Tukane, Aras und Agutis liefen bei unserer Unterkunft frei herum. In Manuel Antonio buchten wir vier Nächte und geplant waren ein Besuch im Manuel Antonio Park wie auch baden am Strand. Wir Eltern besuchten den Manuel Antonio Park bereits einmal. Damals leider mit mässigem Erfolg, Tiere in der Wildnis zu sehen. Umso mehr erhofften wir uns für den zweiten Besuch mehr Tiere zu sehen. Anders als beim ersten Mal ist der Besuch des Parkes mittlerweile reguliert. Pro Tag dürfen „lediglich“ 3’000 Personen in den Park und am Dienstag bleibt dieser ganz geschlossen. Essen und Plastikflaschen sind nicht erlaubt, dazu werden die Taschen beim Eingang in den Park streng kontrolliert. Leider sahen wir auch beim zweiten Besuch im Park praktisch keine Tiere. Für die Kinder war die beinahe 4-stündige Tour daher nicht gerade spannend und sie freuten sich sehr, danach in den Pool zu springen. Anders als der Park gefiel den Kindern der Strand und das Meer sehr gut. In Manuel Antonio gibt es einen langen Strand, den Playa Espadilla, der in drei Abschnitte aufgeteilt ist. Zwei davon besuchten wir – den Abschnitt gleich beim Manuel Antonio Nationalpark und den mittleren Strandabschnitt. An beiden Strandabschnitten kamen gleich Einheimische, die uns Strandliegen und Sonnenschirme vermieten oder Verkäufer, die Sonnenbrillen, Bändeli oder Keramikvögel verkaufen wollten. Zu unserem Glück waren sie nicht aufdringlich und liefen davon, sobald sie ein Nein oder kein Interesse hörten. Das Meer war sehr sauber und hatte kleine Wellen, auf welchen die Kids gut Buggyboarden konnten. Neben den Stränden gibt es hier auch etliche Anbieter von Adventure Tours. Bereits zuhause erzählten wir den Kids von Ziplining. Wir Eltern hatten dies in Costa Rica bereits erlebt und noch sehr gute Erinnerungen daran. Neben Ziplining gibt es in Manuel Antonio auch eine Zip Coaster, eine Art Achterbahnfahrt. Daniele und Nairo versuchten dies. Obwohl sie keine geschlossenen Schuhe dabei hatten, konnten Sie die Bahn fahren. Die Flip Flops wurden dazu kurzerhand mit einem Karabinerhaken an den Hosen festgemacht. Für unser Nachtessen wählten wir drei verschiedene Restaurants aus. Einmal ging es ins El Avion. Das Restaurant ist um ein echtes, historisches Fairchild C-123 Provider-Frachtflugzeug aus den 1980er Jahren herum gebaut worden. Ein weiters Mal ging es in ein Partnerrestaurant, el Wagon, wo wir einen Teil des Superbowls anschauten. Das letzte Mal auswärts assen wir in einem Zug im Restaurant Chiquita Cabinas.

La Fortuna, Alajuela. Die Fahrt von Manuel Antonio nach San Jose wurde mit 4,5 Stunden angezeigt. Einen Teil davon ging es via schmale Bergstrassen rauf und runter. Plötzlich kam uns ein Töfffahrer entgegen und gab uns Handzeichen, dass wir umkehren mussten. Da er zu weit entfernt war, war uns nicht klar weshalb. Glücklicherweise kam gleich noch ein weiterer Töfffahrer, der uns weiterhelfen konnte. Scheinbar gab es einen Steinschlag und die Strasse war nicht mehr passierbar. Er teilte uns mit, wo wir idealerweise hinfahren sollten. Leider war dies ohne Empfang auf dem Navi nicht auffindbar. Zu unserem Glück kam uns ein Auto entgegen. Wir vermuten auch Touristen, die bereits mit dem Töfffahrer gesprochen hatten. Er schaute, dass wir mit diesen sprechen konnten und da sie Empfang und die Route hatte, konnten wir ihnen folgen. Die Fahrt ging anschliessend ins Tal und wieder den Berg in den Nebel und Regen hinauf. Ohne grosse Verspätung erreichten wir unser Hotel Noah’s Forest in La Fortuna, wo wir den Nachmittag bei Regen am Pool genossen. Da rechneten wir noch nicht mit Regenwetter während unserem ganzen Aufenthalt. Leider zeigte sich die Sonne nur ganz kurz, auch der Arenal war immer in einer Regenwolke gehüllt. Ohne Navi wäre nicht klar gewesen, wo sich der Vulkan genau befindet. Einen der beiden Tage verbrachten wir mit Baden in den Baldi Hot Springs. Dies ist ein bekanntes Thermalbad-Resort am Fusse des Vulkans Arenal, das für seine 25 natürlichen, vulkanisch beheizten Thermalwasserbecken bekannt ist. Es gilt als eine der größten Anlagen dieser Art weltweit, bietet tropische Gärten, Wasserrutschen, Poolbars und entspannende Möglichkeiten wie Whirlpools und Saunen. Die Pools haben unterschiedliche Temperaturen (ca. 34 °C bis 44 °C), die durch geothermische Energie des Vulkans erwärmt werden. Bei unserem Besuch hatten wir die Hot Springs beinahe alleine für uns. Am nächsten Tag buchten wir bei North Fields eine 2-stündige Tour, bei der wir den gesamten Prozess der Kaffee-, Schokoladen- und Zuckerrohrherstellung („von der Pflanze bis zur Tasse“) hautnah erleben und verkosten konnten. Für uns Eltern war die Tour sehr informativ und spannend. So lernten wir, dass weisse Schokolade nur aus Kakofett(/butter), Zucker und Milch besteht, somit eigentlich nicht zu Schokolade zählt. Die Kinder konnten sich dafür nicht sonderlich begeistern. Sie testeten nicht einmal die verschiedenen Schokoladensorten von 60%, 70%, 85% bis zu 100% Kakao. Gegessen hatten wir einmal im Hotel, einmal in La Fortuna Down Town. Das dritte Mal ging es etwas weiter ins Hotel Arenal Manoa & Hot Springs Resort. Ursprünglich wollten wir auf Grund des Namens in dieses Hotel. Leider waren aber die Zimmer noch aus den 70er Jahren. Somit besuchten wir das Hotel für ein Nachtessen. Die Pizza war wirklich sehr lecker und Manoa ab seinem Namensvetterhotel total happy.

Playa Pelada, Nosara. Die Fahrt von La Fortuna nach Playa Pelada dauerte knapp fünf Stunden. Als wir von der Strasse zum Dörfchen abbogen, erinnerte es uns stark an Santa Teresa. Durch das Dorf führte eine staubige Steinstrasse entlang derer sich die Wohnungen und Restaurants befanden. Unterschied zu Santa Teresa ist, dass diese Strasse nicht entlang dem Strand ist sondern direkt zum Strand führt. Gleich neben dem Playa Pelada befindet sich Playa Guiones. Ein sehr schöner, langer Strand, der konsistent Surfbedingungen für alle Niveaus bietet. Wir verbrachten daher die Morgen jeweils am Strand und den Nachmittag im Airbnb am Pool. Auch am Playa Guiones gab es direkt weder Restaurants noch Surf Shops, bei welchen etwas gemietet werden konnte. Wir mieteten zweimal ein Buggy Board und einmal ein Surfboard. Die Kids hatten damit viel Freude im Meer. Am Strand gab es im Gegensatz zu Playa Manuel Antnio praktisch keine Einheimische, die Liegen, Sonnenschirme oder Souvenirs anbieten wollten. Zum Glück konnte wir einen Sonnenschirm eines anderen Mieters unseres Airbnb „erben“. Uns gefiel es an diesem Strand super. Einzig die Restaurants konnten uns weder in Playa Pelada noch in Playa Guiones überzeugen. Der Service war schlecht, man fühlte sich nicht willkommen. Auch das Essen schmeckte nicht aussergewöhnlich fein.

Playa Flamingo, Guanacaste. Wir reisten gleich nach dem Frühstück von Playa Pelada nach Playa Flamingo. Da die Fahrt mit knapp zwei Stunden verhältnismässig kurz war und auf der Strecke noch die Ortschaft Tamarindo lag, legten wir dort einen Stopp ein. Natascha hatte im 2011 sechs Wochen in Tamarindo verbracht, um dort Spanisch zu lernen. Der Ort selber hat sich in den letzten 15 Jahren stark verändert und ist mittlerweile zu einem Städtchen geworden. Diverse Shops, Restaurants, Hotels waren neu. Neben Natascha’s ehemaliger Schule gab es auch ein neues Gebäude, in welchem sogar ein Starbucks war. Den einzigen, den wir in ganz Costa Rica gesehen hatten. Von Tamarindo war es noch eine kurze Fahrt nach Playa Flamingo. Angekommen im Hotel stellten wir schnell fest, dass wir im Hotel selber nicht glücklich werden. Das Hotel bietet mehrheitlich All Inclusive an. Ein Konzept, welches uns bisher lediglich in einem Hotel entsprochen hat. Unser Fehler! Wir benutzten daher das Hotel als Schlafbasis und unternahmen jeden Tag Ausflüge. Einmal ging es auf eine Schnorcheltour zur Catalinas Inselkette. Die Catalinas Inselkette ist ein Archipel von Felseninseln, die ca. 10 Kilometer vor Playa Flamingo im Meer ist. Die Inseln selbst sind völlig unbewohnt und der Ort ist bekannt in Costa Rica zum Tauchen und Schnorcheln. Das Wasser müsse kristallklar und reich an Meeresleben wie Riesenmantas, Rochen, Riffhaie und Schildkröten sein. Leider hatten wir ein total schlechtes Tauchunternehmen erwischt. Die Tourorganisatoren kommunizierten schlecht und in einem rauhen Ton. Auch waren auf dem Boot mehrheitlich Taucher und wir Schnorchler wurden eher links liegen gelassen. Zudem war die Wassertemperatur eher frisch und unter Wasser war die Sicht praktisch gleich null. Daniele ging am nächsten Tag nochmals an den gleiche Ort um zu Tauchen. Mit einer anderen Unternehmung und dieses war super. Auch die Location, welche den Treffpunkt bildete. Dieser beinhaltete auch ein Restaurant mit Pingpong und verschiedenen Spielen, direkt am Strand. Wir kehrten nach dieser Entdeckung jeden Tag an diesen wunderschönen Ort zurück. Das Essen war sehr lecker und die Location sehr gemütlich. Auch Tamarindo besuchten wir nochmals für einen halben Tag, um dort auch noch am Strand entlang zu laufen, den Football hin- und her zu spielen und im Meer zu baden. Im Anschluss ging es noch ins Städtchen für einen Barberbesuch für Daniele und eine kurze Souvenirshoppingtour für uns alle.