Lissabon

An Pfingsten flogen wir für ein verlängertes Wochenende nach Lissabon.

Die vier Nächte verbrachten wir im Hotel Martinhal Lisbon Oriente. Das Hotel besitzt einen beheizten Aussen- und Innenpool wie auch einen Kids Club, den die Kids selbständig besuchen konnten. Es befindet sich im modernsten Stadtteils Lissabons, dem Parque das Naçoes. Zu Fuss waren die Sehenswürdigkeiten Ozeanarium, die Altis Event Arena, verschiedene Restaurants sowie das Vasco da Gama Einkaufszentrum erreichbar. Der Park liegt zwar etwas ausserhalb der Stadtkerns aber für uns mit Familie war er ideal. So konnten wir die Sehenswürdigkeiten schnell erreichen und auch zu Fuss an der Restaurantpromenade Nachtessen.

Den ersten Tag starteten wir mit einer Tuk-Tuk-Tour in der Innenstadt. Startpunkt war der zentral gelegene Time Out Market. Von da aus führte uns der Fahrer zum Handelsplatz am Hafen, der Kathedrale von Lissabon, durch das Alfama-Viertel bis zu den Aussichtspunkten Miradouro de Santa Luzia, Portas Do Sol und The Lady of the Hills. Auf dem Rückweg sahen wir noch das kuppelförmige Nationale Pantheon. Die Tour endete bei der farbenfrohen Pink Street. Nachdem wir in der Nähe des Time Out Markets in einem Innenhof etwas zu Mittag gegessen hatten, stand für den Nachmittag noch ein Pastel de Nata Backkurs auf dem Programm. Mit Hilfe von Köchen konnten wir in einem Konditoreikurs dieses lokalen Gebäcks selbst backen und erlernten den gesamten Prozess zur Herstellung von diesen Küchlein.

Am zweiten Tag besuchten wir den Pena-Palast, ein Schloss in der portugiesischen Stadt Sintra. Der farbenfrohe Palast ist auf einem Hügel und schon von weitem her ersichtlich. Er wurde auf den Ruinen eines ehemaligen Klosters errichtet und 1854 vollendet. Der Palast gehört seit 1995 zu den UNESO-Weltkulturerben. Da unser Uber nicht hinauffahren durfte, ging es für uns zu Fuss bergauf. Mit unseren Tickets konnten wir den Palast von aussen besichtigen, was in unseren Augen vollkommen ausreicht. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Auf dem Rückweg legten wir für das Mittagessen noch einen Halt in der Altstadt ein und testeten im Casa Piriquita noch die berühmten portugiesischen Gebäcke Travesseiro (Blätterteiggebäck, das aussieht wie ein Kopfkissen) und Queijadas (Käseküchlein). Den Nachmittag verbrachten wir im Hotel, damit wir die Hotelanlage geniessen konnten.

Nachdem wir am dritten Tag erneut ein sehr feines Frühstück im Hotel genossen hatten, ging es mit dem Uber ins Quake Museum. Das Erdbebenzentrum Quake ist ein interaktives Museum in Lissabon, das einem in die Zeit des großen Erdbebens von Lissabon am 1. November 1755 zurückversetzt. Als 1755 in Lissabon die Erde bebte, verloren mehr als 60’000 Menschen ihr Leben, und grosse Teile der Stadt wurden komplett zerstört. Die Tragödie dauerte nur wenige Minuten, doch die Folgen spürten die Menschen noch lange Zeit danach. Im Erdbebenzentrum erfährt man auf drei Etagen alles über die Geschichte und Wissenschaft von Erdbeben, unterstützt durch moderne Simulatoren, Video-Mapping und 4D-Technologie. Das gesamte Museum wurde mit viel Hingabe bis ins kleinste Detail gestaltet und ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ein spannendes Ausflugsziel in Lissabon. Im Anschluss ging es zu Fuss zum Torre de Belem und von dort erneut mit einem Uber ins Küstendorf Cascais. Cascais ist ein ehemaliges kleines Fischerdorf. Wir schlenderten durch die Altstadt und kehrten auf Grund der Hitze jedoch rasch wieder ins Hotel zurück. Die Kids genossen noch den Pool und wir Eltern entspannten beim Lesen und Sport treiben.

Am letzten Tag besuchten wir das Oceanário Lissabon. Es zählt zu den größten Meerwasseraquarien Europas und ist ein Highlight der portugiesischen Hauptstadt. Das Herzstück des Oceanário ist das riesige Zentralbecken mit 5’000’000 Litern Salzwasser. Es erstreckt sich über mehrere Etagen und beherbergt mehr als 100 verschiedene Arten. Von Haien über Schwärme tropischer Fische bis hin zu den seltenen Mondfischen. Auch hier kehrten wir im Anschluss in unser Hotel zurück, damit wir bis zum Transfer an den Flughafen noch im Hotel verweilen konnten.