Ibiza
Die freien Tage über Auffahrt nutzten wir, um die Insel Ibiza kennenzulernen.
Mit dem A350, dem neuen Langstreckenflieder der Edelweiss, flogen wir nach Ibiza. Zu dieser Zeit wurde dieser Flugzeugtyp vermutlich noch zu Schulungszwecke verwendet, weshalb er für Kurzstrecken eingesetzt wurde. In Ibiza gibt es für diesen Flugzeuggrösse jedoch nur ein Gate am Flughafen. Dieses war bei unserer Landung durch ein anderes Flugzeug besetzt. Leider wurden aus den 2-3 Minuten warten, eine längere Wartezeit, da das andere Flugzeug ein technisches Problem hatte. Der Kapitän informierte uns immer wieder zum Stand und sorgte mit seiner Aussage, dass er vom Tower bezüglich der Wartezeit von 2-3 Minuten angelogen wurde, bei den Reisenden für ein Schmunzeln. Denn schlussendlich mussten wir etwas länger als eine Stunde auf der Piste im Flugzeug warten, bis wir zum Gate fahren und das Flugzeug verlassen konnten. Am Ende alles halb so wild!
In Ibiza blieben wir die ersten zwei Nächte an der Westküste in Sant Antoni. Im Boutique Glamping Resort Parco Ibiza hatten wir für diese Zeit einen fest montierten Luxuscontainer gebucht. Diesen Campingplatz haben wir auch gebucht, da er für die Kinder einige Aktivitäten anbietet. Doch bis auf das Fussballfeld wurde weder Footvolley, Tischtennis, Boules noch Padel genutzt, auch im Pool waren wir nicht wirklich.
Sant Antoni selber hat uns nicht sonderlich gut gefallen. Die Stadt ist eher beliebt bei den jüngeren, die dort das Clubleben geniessen. Auch die Stadt hatte für uns nicht grossen Charme. Einzig das Café del Mar, in welchem wir einen Apéro getrunken haben, hat uns gut gefallen. In der Umgebung von Sant Antoni gibt es jedoch verschiedene, schöne Buchten und Strände. Wir besuchten den Cala Tarida und den Cala Saladeta. Das Meer war an beiden Stränden sehr klar und das Wasser frisch, zumindest bis man drin war. Am Cala Tarida gab es verschiedene Beach Clubs, die auch Liegen vermieteten. Ganz im Gegensatz zur Bucht Cala Saladeta. Diese erreicht man über einen felsigen, hügligen Pfad ab dem Cala Salada. Obwohl der Weg gut gekennzeichnet war, verliefen wir uns zuerst und landeten auf den Felsen oberhalb der Bucht. Erst beim zweiten Anlauf bemerkten wir die Tafel, welche den Weg markierte. In der Bucht fielen uns gleich die vielen Schienen am Strand auf, die zu den verschlossenen Bootshäuser oder Unterstände in den Felsen führten. Diese dienten einerseits als Schutz vor Diebstahl oder Unwetter, auch ist ein solches Bootdepot viel günstiger. Hinzu kommt, dass viele Buchten keinen Hafen haben.
Für den zweiten Teil von unserer Kurzreise reisten wir quer durch die Insel. In der Mitte der Insel besuchten wir das Dorf Santa Gertrudis. Das kleine Dorf mit den weiss und gelb gestrichenen Gebäude sieht sehr modern und gepflegt aus. Es bietet verschiedene kleine Restaurants und Shops, die man besuchen kann. Auch ein Besuch bei Vivi’s Creamery, ein Eis-Café gegründet von Formel-1-Pilot Nico Rosberg und seiner Frau, war ein Must. In diesem Eis-Café gibt es über 20 verschiedene, handgemachte Eissorten und neben den klassischen Varianten von Vanille oder Haselnuss auch diverse Spezialsorten wie Hawaiianische gesalzene Reismilchschokolade, karamellisierter Feigen-Ricotta, Cheesecake usw.
Die beiden anderen Nächste verbrachten wir in Santa Eularia im Hotel Aguas de Ibiza. Das Hotel selber ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen, das Personal nicht besonderlich freundlich und hilfsbereit. Dennoch hat uns der Aufenthalt in Santa Eularia sehr gut gefallen. Der Ort verfügt über eine schöne Palmenpromenade und einen grossen Jachthafen. Entlang der Promenade und des Hafens gibt es viele feine Restaurants, um einen Apéro oder ein Essen zu geniessen. Die Atmosphäre in diesem Ferienort war im Gegensatz zu Sant Antoni entspannter und ruhiger.
Die Zeit in Santa Eularia nutzten wir für einen Ausflug nach Ibiza Stadt oder Eivissa, wie sie auf katalanisch heisst. Bereits bei unserem Spaziergang in der Altstadt Dalt Vila und entlang der Stadtmauern waren wir hin und weg vom Städtchen, welches seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Gassen führen durch weiss bemalte Häuser, geschmückte Balkone, hübsch geschmückte Ecken. Auch im neuen Teil der Stadt war es in der Fussgängerzone der gleiche Anblick. Viele kleine Restaurants, Cafés oder Shops oder Souvenirläden, die einem einladen ihnen einen Besuch abzustatten. Auch in diesem Teil der Stadt, der ruhig ist und optisch sehr einladend wirkt, fühlt man sich auf Anhieb sehr wohl.
Am letzten Tag wagten wir ein Experiment und mieteten ein Boot, welches ohne Bootlizenz gebucht werden konnte. Die Initiative ging nicht zuletzt von Nairo aus. Bis wir in Santa Eularia angekommen sind, traute er sich kaum auf ein Boot und sämtliche Aktivitäten mit einem Boot egal welcher Grösse waren in der Vergangenheit immer mit einem grossen Theater und Angst verbunden. Umso schöner war es für uns, dass er in Ibiza von selbst kam und uns mitteilte, dass er gerne, wenn möglich auch selber, mit einem Boot auf dem offenen Meer fahren möchte. Als wir das Boot (grössere Nussschale) in Empfang genommen haben und losgefahren sind, war ziemlich rasch klar, dass dies für Nairo ein anderes Booterlebnis sein wird. Wir verbrachten schlussendlich beinahe 4 Stunden auf dem Boot und Nairo als auch Manoa fuhren die Strecke zum grossen Teil selber. Wir ankerten in Buchten mit glasklarem, türkis Wasser und sahen unzählige Fische, die dort jeweils direkt um unser Boot schwammen. Diese Bootsmiete war für uns alle ein einmaliges Erlebnis, das wir sicher wiederholen werden.
Leider war danach die Zeit in Ibiza vorbei. Die Insel hat uns so gut gefallen, dass es für uns sicherlich nicht der letzte Aufenthalt war.


