Lombok

Bereits am Flughafen in Singapur wurden wir am Check-in auf ein Formular aufmerksam gemacht, welches wir für die Einreise in Indonesien benötigen. Wenn wir dies im Voraus ausfüllen, sei die Einreise schneller. So füllten wir dies während der Wartezeit am Flughafen in Singapur aus.

In Lombok angekommen wurden wir vor der Schlange für die Passkontrolle angehalten. Zuerst mussten wir online noch die Health Declaration ausfüllen. Danach ging es zur Schlage bei der Passkontrolle. Als wir an der Reihe waren, teilte uns der Grenzbeamte mit, dass wir noch ein E-Visa benötigen. Wir zeigten ihm unseren QR-Code. Leider war dies nicht das e-Visa sondern ein Gepäcksdeklarationsformular, welches wir im Anschluss beim Verlassen des Flughafengebäudes mit unserem Gepäck zeigen mussten. Wir wurden an einen Schalter verwiesen, bei welchem wir im Nu das e-Visa erhielten und mit diesem wiederum zur Passkontrolle gehen konnten. Unser Gepäck wartete danach bereits auf uns und dank dem voraus ausgefüllten Gepäckdeklarationsformular konnten wir rasch aus dem Flughafengebäude, wo bereits unser Fahrer auf uns wartete.

Die Begrüssung war herzlich, im Auto wartete Wasser und Verpflegung auf uns. Die Fahrt ins Hotel Oberoi Lombok dauerte in etwa 1,5 Stunden. Wir fuhren vorbei an Reisfeldern, sahen etliche Drachen, viele Moscheen und fuhren durch die Hauptstadt Mataram. Die Moscheen hörten wir bereits bei der Fahrt ins Hotel. Der Ruf des Muezzin war unüberhörbar. Fünfmal am Tag ertönte er und rief zum Gebet auf. Was uns während der Fahrt auffiel, war der Abfall entlang der Strassen. Leider war dieser auch entlang der Strassen des Affenwaldes, der sich auf einem Berg befand, der auf der Route zu unserem Hotel lag. Auf dem Berg stoppten wir kurz, um die Affen zu sehen und damit die Kinder die Affen füttern konnten. Leider sahen wir auch viele Affen, die den Abfall in den Händen hatten.

Im Hotel angekommen war unser Zimmer bezugsbereit. Nach einem kurzen Abstecher im Zimmer ging es an den Pool. Die Hotelanlage war überschaubar mit etwa 50 Zimmer/Villen. Es hatte täglich einige Aktivitäten, die für die Gäste angeboten wurden. Unsere Kinder malten Bilder auf Leinwand, schnitzen in Mahagoni Holz kleine Andenken, fütterten Fische und besuchten abends jeweils das Kinderkino. Im Hotel konnten Velos geliehen werden, ein Tennisplatz und ein Fitnesscenter waren vorhanden wie auch ein Tauchcenter im Hotel.

Da wir in Singapur sehr heisse Temperaturen hatten, wollten wir am nächsten Tag unsere Kleider in der Wäscherei im Dorf waschen lassen und nutzten so die Gelegenheit mit den Velos dorthin zu fahren. Leider waren die Fahrräder aber nicht in einem sehr guten Zustand. Hinzu kam die Strasse, die bergauf ging und die warmen Temperaturen, die die Fahrt dorthin nicht einfach gestalteten. Ein Motorradfahrer kreuzte uns als wir einen Stop eingelegt hatten und fragte, ob er uns helfen könne. Wir lehnten ab und entschieden in etwa in der Hälfte der Strecke, dass nur Daniele die Wäsche bringt und wir anderen wieder zurück ins Hotel fahren. Den Tag verbrachten wir gemütlich im Hotel und besuchten noch das Tauchcenter, damit Daniele einen Tauchausflug buchen konnte und wir für uns ein Privatboot für einen Schnorchelausflug zu den Gili Inseln reservieren konnten.

Am zweiten Hoteltag startete Daniele um 09.00 Uhr zu seinem Tauchausflug. Er ging daher mit den Kindern bereits zum Frühstück, Natascha kam nach. Als sie durch die Reception lief, sah sie jemanden, der einem Mitarbeiter aus ihrem Büro glich. Kurze Zeit nachdem wir alle am Frühstückstisch sassen, stand tatsächlich plötzlich der Mitarbeiter von Natascha ebenfalls im Restaurant. Er setzte sich dann zu uns, da seine Familie noch am schlafen war. Wir stellten dann fest, dass sie für 4 weitere Tage im gleichen Hotel wie wir sein werden.

Daniele kam sehr begeistert von seinem Tauchausflug zurück. Er konnte zwei Tauchgänge durchführen und hatte zwischendurch einen einstündigen Aufenthalt auf Gili Meno. Auf Gili Meno gibt es eine Schildkrötenaufzucht, wo die Schildkröten schlüpfen können und bis zum Alter von 8 Monaten bleiben bis sie anschliessend ins Meer entlassen werden. Da wir am Folgetag einen privaten Schnorchelausflug gebucht hatten, waren wir frei, wohin wir gingen. So entschieden wir, in etwa an den gleichen Orten schnorcheln zu gehen, wie Daniele am Tag zuvor tauchte und ebenfalls am gleichen Ort auf Gili Meno verweilen konnten. Zu unserem Erstaunen war es für Nairo kein Problem mehr in das Boot zu steigen. Die etwa 20 minütigen Überfahrt bereitete ihm grosse Freude und auch beim Schnorcheln begleiteten uns die Kinder, was uns sehr erfreute. Das Schnorcheln war einmalig, wir fühlten uns wie in einem riesen Aquarium. Das Wasser sehr klar, man sah Korallen, viele verschiedene Fische, auch Schildkröten. Auf Gili Meno besuchten wir das Schildkröten Sanctuary und liefen dem Strand entlang an verschiedenen Shops vorbei zum Hafen. Dabei sahen wir immer wieder das Hauptverkehrsmittel der Insel. Wagen, die von Eseln gezogen wurden. Nach dem Inselstop gingen wir nochmals schnorcheln und fuhren danach zu unserem Hotel zurück. Bei der Rückfahrt durften unsere Kinder das Boot noch steuern. Ein sehr schönes Erlebnis ging zu Ende, als wir im Hotel angekommen waren. Alle waren sich einig, dies müssen wir nochmals wiederholen. Für den nächsten Tag buchten wir daher für Daniele wieder einen Tauchausflug und am übernächsten Tag für uns nochmals einen Schnorchelausflug. Das ganze ein wenig zu Lasten anderer möglicher Ausflüge auf der Insel. Wir bereuen unsere Entscheidung aber nicht.

Als Daniele wieder tauchen ging, ging Natascha’s Arbeitskollege auf den privaten Schnorchelausflug. Bei seiner Rückkehr erzählte er uns, dass sie viele kleine Quallen gesehen haben, teilweise von diesen auch gestochen wurden. Unseren Kinder gefiel dies nicht besonders. Daher trauten sie sich nicht mehr ins Meer. Manoa wagte dann doch einen Versuch mit uns. Als er dann aber eine kleine Qualle sah, wollte er so rasch als möglich aus dem Wasser. Wir sprachen dann mit unserem Guide, der ihn beruhigen konnte und uns zeigte, dass diese kleinen Tiere auch angefasst werden konnten. Ganz überzeugen konnte Manoa dies aber nicht, weshalb er beim zweiten Schnorchelstop mit Nairo auf dem Boot blieb. Wir besuchten auch an diesem Tag zwei wunderschöne Schnorchelplätze, wie wir sie bis ahnin kaum erleben durften.

Nach einem weiteren Tag im Hotel ging unsere Zeit in Lombok leider zu Ende und via Inlandflug ging es zur nächsten Insel – Bali. Für uns war der Aufenthalt in Lombok einmalig. Wir entschieden und für ein Hotel, mit äusserst nettem Personal und Gesamtpacket, das für uns in diesem Zeitpunkt nicht hätte besser sein können. Daher sahen wir leider auch nichts von der Insel Lombok. Im Gegenzug erkundeten wir dafür die Unterwasserwelt der Gili Inseln.