Bali
Nach einem kurzen Inlandflug von Lombok landeten wir auf Bali. In Bali haben wir uns für drei verschiedene Orte entschieden: Ubud, Legian und Nusa Dua. Unser hoteleigener Fahrer erwartete uns bereits am Flughafen. Die Fahrt nach Ubud ins Maya Ubud Resort&Spa dauerte einiges länger als erwartet. Gefühlt ohne Stau fahren konnten wir etwa 10 Minuten. Die restlichen zwei Stunden standen wir im Stau. Bald merkten wir, dass dies in Bali ganz normal ist. Eine Strasse einfach flüssig zu fahren war praktisch unmöglich.
Das Hotel war sehr schön eingebettet in einem Tal voller Bäumen und Reisterrassen und theoretisch sehr nahe am Zentrum von Ubud gelegen, von was man aber nichts mitbekam. Leider war die Fahrt ins Zentrum aber auch eine Fahrt im Stau. Dennoch besuchten wir Ubud an den meisten Abend um dort etwas zu essen, zu shoppen und einmal einen Fischspa zu besuchen. Am ersten Tag in Ubud hatten wir eine VW Safari Tour gebucht. Mit alten VW Cabriolets besuchten wir einen Tempel, einen Wasserfall und den Affenwald in welchem wir auch Flughunde sahen und füttern konnten. Weiter auf dem Programm standen eine Holzschnitzerei, Reisterrassen und eine Kaffeeplantage. In dieser sahen wir wie die Einheimischen in Bali ursprünglich und zum Teil auch heute noch leben und konnten diverse Kaffee- und Teesorten ausprobieren. Diverse Reisterrassen bieten auch Schaukeln und Ziplines an, in welchem man sich fotografieren lassen kann oder dies natürlich auch selber tun kann. Am zweiten Tag war daher eine solche Fotosession angesagt. Nach einem dritten gemütlichen Tag im Hotel reisten wir weiter nach Legian an die Westküste.
Unsere Unterkunft in Legian – das Hotel Bali Mandira Resort – lag abgetrennt durch eine Strasse direkt am Meer. Angedacht waren für diese zwei Tage ein Surfbrett zu mieten. So mieteten wir ein Surfbrett für die Männer. Die Kids waren jedoch keine fünf Minuten im Wasser, da gaben sie bereits auf. Ihre Beine waren vom Sand gerötet und schmerzten im Salzwasser. Kein grosser Erfolg für uns. Leider war uns auch nicht bewusst, dass dieser Ort ähnlich dem Ballermann ist. Für Europäer geht es nach El Arenal, für Australier nach Legian. Das merkte man ziemlich rasch: Bierbusse mit Touristen tourten bereits um 11.00 Uhr mit lauter Musik entlang den Strassen, Rollertaxis pfiffen uns an sobald wir ausserhalb des Hotels waren. Entlang dem Strand konnte man auch keine Minute laufen, ohne dass uns jemand eine Massage oder Surfstunden anbieten wollte. Für uns war es daher nicht sehr erholsam an diesem Ort. Dennoch aber eine Erfahrung wert, so dass wir nun sagen können, wir kehren nie mehr an diesen Ort zurück. Dem ganzen einen positiven Aspekt verlieh wohl sicher für unseren jüngeren Sohn das Beachwalk Shopping Center. Zu Beginn der Reise, erst durch Zeitung bekannt, sahen wir in den Billigläden entlang der Strasse in Indonesien viele Labubus. Dieser Hype nahm uns wunder und so lasen wir im Internet wie es dazu kam und wo es die Originale gibt. Diese werden im Pop Mart verkauft und in Bali gibt es genau einen solchen Store – im Beachwalk Shopping Center. Mit unzähligen Labubus im Gepäck und einem glücklichen Manoa ging es weiter zu unserer letzten Destination in Bali: Nusa Dua.
In Nusa Dua entschieden wir uns für das Conrad Bali. Normalerweise buchen wir kleinere Hotels, die übersichtlich sind. Dieses Hotel war jedoch genau das Gegenteil. Ein riesen Komplex mit Kidshüeti, diversen Pools, Sportangeboten und gebuchter Halbpension. Wir waren sehr gespannt, wie dies auf uns wirken wird, ob es uns zu viel sein wird mit all den Gästen. Für den ersten vollen Tag im Hotel buchten wir einen Tagesausflug nach Nusa Penida. Uns war bewusst, dass die Überfahrt mit dem Speedboot holprig sein kann, teilweise fahren die Boote auf Grund des hohen Wellenganges nicht. Das Glück war an diesem Tag zumindest für die einstündige Überfahrt auf unserer Seite. In Nusa Penida angekommen stand für uns ein Schnorchelausflug mit drei Spots und der Besuch vom Kelingking Beach auf dem Programm, welchen viele als Windows Hintergrundbild kennen. Kurz nachdem wir mit dem Boot den Schnorcheltrip starteten war das Wasser bereits sehr unruhig und wir fühlten uns auf dem kleinen Boot nicht sonderlich wohl. Unser erster Stop war Manta Bay, eine Bucht in welcher teilweise Mantas zu sehen sind. Als wir in diese fuhren waren bereits einige andere Boote dort und unser Guide teilte uns mit „Manta here“. So ging es für die Gruppe ruck zuck ins Wasser, die Kinder trauten sich nicht. Sie begutachteten die grossen Tiere lieber vom Boot aus. Für uns im Wasser eine sehr eindrückliche Erfahrung, die auch ein bisschen unheimlich war. Zwei Mantas waren mit uns im Wasser und zogen sehr nahe bei uns ihre Bahnen, gefühlt mit 1’000 Schnorchler. Sobald wir diese gesehen hatten ging es ziemlich schnell aus dem Wasser weiter zum Manta Point. Die Wellen wurden immer stärker und uns wäre es am liebsten gewesen, die Boottour hätte da bereits geendet. Am Manta Point angekommen war die Situation noch schlimmer als beim vorherigen Stop. Mindestens zwanzig Schnorchel-/Tauchboote waren im Wasser und somit natürlich auch extrem viele Touristen. Fische sah man nicht viele, dafür mehrheitlich Füsse von anderen. Bei diesem Stop pausierte auch Natascha. Wir wussten noch ein solcher Stop und diese Boottour ist endlich zu Ende. Auch diesen Stop hätte es nicht wirklich gebraucht und so waren wir nach knapp 3 Stunden endlich wieder an Land. Unser Guide führte uns im Anschluss in ein Restaurant und von dort weiter an den Kelingking Beach. Die Strassen in Nusa Penida sind in einem sehr schlechten Zustand, weshalb die Fahrt trotz eigentlich kurzer Strecke sehr lange dauerte. Auch dieser Stop wäre nicht mehr nötig gewesen, denn auch da wimmelte es nur so von Touristen. Als es danach wieder zurück ins Hotel ging waren wir sehr glücklich. Obwohl das Schnorcheln mit den Mantas ein einmaliges Erlebnis war, hätten wir gut auch auf diesen Tagesausflug verzichten können. Um den grossen Menschenmassen auf der Insel zu entfliehen, entschieden wir uns die restlichen Tage im Hotel zu verbringen. Wir genossen die gemütliche, erholsame Zeit am Pool, beim Pickleball Spielen, im Fitness, bei einer Pedicure oder im Kids Club. Nach sechs Tagen in Nusa Dua waren unsere Ferien zu Ende und wir reisten mit den Emirates via Dubai zurück in die Schweiz.
Kleiner Tip am Rande. In Dubai gibt es verschiedene Duschmöglichkeiten. Eine sehr willkommene Erfrischung nach einem 9 Stunden Flug.


