Brissago

Über den Schweizer Nationalfeiertag ging es für vier Nächte nach Brissago ins Parkhotel Brenscino. Wir reisten am 31.07. im sehr gut besetzten Zug über die alte Gotthardstrecke ins Tessin. Glücklicherweise fanden wir dann in der 1. Klasse für die Fahrt Zürich – Bellinzona je zwei Sitzplätze zusammen. Die Weiterfahrt nach Locarno war nicht wirklich besser, dennoch ist für uns der Zug das ideale Verkehrsmittel für einen Kurztrip ins Tessin. In Locarno wären wir gerne auf das Boot umgestiegen. Das Hotel bietet einen Bootstransfer ab Locarno an. Leider war dieser jedoch für unseren Anreisetag nicht verfügbar und so blieb uns nur die Anreise per Bus übrig. Im Bus zeigte sich dann, dass nicht viele nach Brissago weiterreisten, der Bus war nicht mal halbvoll.

Bereits im Vorfeld haben wir bemerkt, dass unser Hotel mitten am Berg liegt und wir daher mit dem Gepäck noch knapp 10 Minuten hinauf laufen müssen. Uns war nicht klar, dass dies nicht über eine Strasse sondern über knapp 420 Treppenstufen war. Völlig durchnässt kamen wir um ca 17.00 Uhr oben gleich bei unserem Hotel an. Das Einchecken verlief sehr schnell und wir konnten unser Zimmer beziehen. Leider verfügen die Hotelzimmer über keine Klimaanlage. Als wir die Türe öffneten kam uns daher eine grosse Hitze entgegen.

Da vor dem Nachtessen noch kurz Zeit für eine Abkühlung war, zogen wir die Badekleider an und die Männer hatten die Möglichkeit sich noch kurz im Pool zu erfrischen. Der Pool befindet sich oberhalb des Hotels. Vom Hotel gelangt man in der 3. Etage über eine Brücke, die die Poolebene mit dem Hotelkomplex verbindet. Zudem befindet sich dort auch ein Trampolin, ein Gartenschach, ein Spielplatz und eine kleine Snackbar, die jeweils ab Mittag bis 17.30 Uhr geöffnet hat.

Das Nachtessen haben wir im Restaurant Il Gabietta in Brissago am See reserviert. Eine sehr schöne Location, super Bedienung, leckeres Essen und die Kinder waren durch den anliegenden Spielplatz und das Schach nicht lange am Tisch.

Für den 01.08. hatten wir einen Bootsausflug auf die Insel Brissago vorgesehen. Nach dem Frühstück entschieden wir uns, zuerst Zeit im und am Pool zu verbringen und dort den weiteren Tag zu planen. Wir einigten uns dann jedoch rasch, dass wir nicht auf die Insel fahren werden und den Tag im Hotel verweilen. Das Hotel verfügt zudem über eine Minigolfanlage und einen Rekalino Trail (eine Art Schnitzeljagd). So stand neu dies auf unserem Programm. Nachdem wir lange und ausgiebig die Aussicht, das erfrischende Wasser und den Spielbereich genossen haben, ging es am späteren Nachmittag auf eine Runde Minigolf. Die Anlage ist inmitten des Parks des Hotels, wodurch leider auch einige Mücken umherflogen und uns verstochen haben. Nachdem die 18 Löcher gespielt waren ging es gleich weiter auf den Rekalino-Trail, der quer durch die Hotelanlage führte. Nachdem dieser erfolgreich abgeschlossen wurde, erhielten die Kinder eine Medaille und ein Geduldsspiel. Bereits war es Zeit für das Abendessen, welches wir für diesen Abend im Hotel verbrachten. Die Kinder waren auch da oft nicht bei uns und im Hotel unterwegs – entweder beim Billard, dem Tischfussball oder im Kinderkino. Das Hotel zeigt jeden Abend einen anderen Kinderfilm in Deutsch. Die erste Vorführung startet um 18.30 Uhr, anschliessend an den Film startet die zweite Vorführung.

Am Freitag haben wir den Fiat 500 vom Hotel gemietet. Wir freuten uns sehr, endlich einmal mit einem Fiat 500 herumdüsen zu können. Im Innern des Auto mussten wir zuerst schmunzeln – keine Ahnung wie alt das Auto war, USB Stecker gab es keine dafür noch einen Einzug für CD’s. Da wir keine mehr besassen und diese wohl auch nicht mitgenommen hätten, hörten wir Radio und und brausten so mit offenem Dach über den Monte Ceneri nach Lugano. Die Stadt erkundeten wir per Foxtrail. Nach Winterthur und Rapperswil unsere dritte Schnitzeljagd. Vom Bahnhof ging es über den Parco del Tassino vorbei an der inaktiven Standseilbahn hinunter zum LAC (Lugano Arte e Cultura) Museum. Von dort ging die Jagd durch die Altstadt weiter und endete nach knapp 2,5 Stunden in der Nähe des Bahnhofes. So hatten wir noch genügend Zeit für den zweiten Teil des Tages. Daher planten wir auf der Rückreise noch einen Zwischenstopp in Rivera, um von dort mit der Gondelbahn auf den Monte Tamaro zu fahren. Die Kinder wären gerne in den Seilpark, jedoch konnten wir ihnen diesen Wunsch nicht erfüllen, da wir keine geschlossenen Schuhe dabei hatten. Alternativ kauften wir Tickets für die Rodelbahn – 10 Fahrten in Total. Die Reise auf den Monte Tamaro war sehr heiss, die kleine Vierergondel hatte keine Möglichkeit zwei Fenster zu öffnen. So kamen wir pflotschnass oben an und wurden dann von bewölktem, windigem Wetter begrüsst. Viele Gäste standen an, um wieder ins Tal zu gelangen, denn es sah stark nach Regen aus. Ein leichtes Tröpfeln war bereis spürbar, als wir für unsere erste Rodelfahrt angestanden sind. Ein anderer Gast, der Aufgrund des Wetters frühzeitig die Gondel ins Tal aufsuchte, schenkte uns noch seine restlichen 6 Rodelfahrten. Wir wussten aber nicht, ob wir diese auf Grund des Wetters nutzen konnten. Anders als im Atzmännig wo man mit dem Rodelschlitten im Sessellift den Berg hinauffährt, besteigt man auf der Alpe Foppa den Rodelschlitten im Tal und wird auf diesem die Bahn hinaufgezogen. Die erste Abfahrt ging im Doppel Manoa & Daniele, Nairo & Natascha den Berg hinunter. Unten angekommen zeigte sich plötzlich wieder die Sonne und es blieb schön und warm bis zum Schluss. Wir liefen dann noch zur Kirche, die sich ebenfalls auf der Alpe Foppa befand und die von Mario Botta entworfen wurde. Zum Schluss gab es für uns Erwachsene noch einen Apéro, die Kinder erhielten ein Gelati, bevor auch wir die Reise ins Tal angetreten und erneut mit offenem Dach nach Brissago zurückgefahren sind. Den Abend verbrachten wir im hoteleigenen Restaurant, die Kinder wieder beim Billiard, Tischfussball und Kino.

Am letzten Tag im Bello Ticino fuhren wir mit dem Bus nach Locarno und verbrachten den halben Tag im Lido. Die Kinder waren abgesehen von einer kurzen Einlage auf dem Sprungturm und dem Wasserspiel beinahe non stop im Rutschturm. Zu Fuss ging es danach für eine Glacestopf zur Schiffstation in Locarno, wo wir den Bus retour zu unserem Hotel nahmen. Die zweite Hälfte des Nachmittages war nochmals Poolzeit im Hotel angesagt. Eigentlich hätten wir für diesen Abend ein Grotto in der Nähe Minusio reserviert. Die Kinder wollten jedoch unbedingt nochmals an den See ins Restaurant Il Gabietta. So genossen wir unser letztes Abendessen nochmals direkt am See. Zurück im Hotel wurden wir informiert, dass der Bootsführer leider krank war und somit der Boottransfer für die Rückreise nicht möglich war. Schade… aber wir werden wieder kommen und hoffen, dass wir den Boottransfer dann geniessen können.