Mallorca 4.0
Ein weiterer Ferienwunsch von Nairo war mit einer befreundeten Familie in die Ferien zu verreisen. Die Planung dazu lief bereits im Sommer 2023 an. Diverse Destinationen, Airbnb’s wurden geprüft, was nicht einfach war, da jeder einen anderen Wunsch hatte. Schlussendlich wurden wir in Mallorca fündig, wo wir in der Nähe von Manacor eine Finca mit 4 Zimmern und Pool gebucht hatten.
An einem Donnerstag Mitte Juli 2024 war es dann so weit. Wir haben die Infos zur Anreise erhalten und fuhren mit unserem Mietauto etwas weniger als eine Stunde vom Flughafen zur Unterkunft. Empfangen wurden wir dort vom Besitzer des Sohnes. Er zeigte uns die Räumlichkeiten und gab uns noch einige Infos zur Umgebung. So stellten wir fest, dass sich unsere Finca an einem Weg befand, der zu einem schönen Strand führte. Der Weg war von der Hauptstrasse her durch ein Tor abgesperrt und durfte nicht von anderen Personen als Bewohner der am Weg liegenden Fincas benutzt werden.
Die Besitzer haben uns mit einer riesen Früchteplatte und einer mallorquinischen Spezialität begrüsst. Die Finca selber war in Original einiges schöner als auf den Fotos. Alle Zimmer waren praktisch identisch und verfügten über Klimaanlage und einem eigenen Badezimmer mit Dusche. Die Räume waren schnell aufgeteilt und die Umgebung und der Pool erkundet. Umgeben ist die Finca von riesen trockenen Feldern, auf denen ca. 200 Schafe weiden. Wir hatten daher oft Besuch von mäkernden Schafen, die grosse Freude an unseren Restessen hatten. Am ersten Tag zeigte sich auf dem Anwesen zudem noch eine kleine Schildkröte.
Nachdem einige von uns einen Grosseinkauf getätigt hatten, genossen wir den Nachmittag und Abend in der Finca.
Am Freitag besuchten wir die Höhlen und das Dinosaurierland und die daneben liegenden Höhlen. Die Höhlen waren im Gegensatz zum Dinosaurierland nicht etwas, das wir weiterempfehlen würden. Der Park selber zeigt ca. 30 verschiedene Dinosaurier in allen Grössen. Für die Kinder gibt es auch einen grösseren Spielbereich, der überdacht und somit am Schatten ist. Der Rest des Parks ist an der prallen Sonne, weshalb es sehr heiss war. Anschliessend fuhren wir nach Porto Cristo und fanden neben einem schönen Lokal für einen kleinen Imbiss auch die erste Abkühlung im Meer.
Den nächsten Tag verbrachten wir in der Bucht Platja de S’Amarador. Das Wasser war ein Traum, glasklar und nicht sehr tief. Auch Fische waren zu sehen, allerdings immer die gleichen in verschiedenen Grössen. Glücklicherweise kamen wir im Laufe des Morgens an den Strand und haben so noch ein schönes Plätzli direkt am Meer gefunden. Nach dem Mittag war der Strand gut gefüllt mit Menschen, so dass wir den Nachmittag in unserer Finca verbracht hatten.
Bis anhin hatten wir beiden Familien alles zusammen unternommen. Da es leider unter den Kindern nicht immer gut harmonierte, entschieden wir uns am Sonntag für ein getrenntes Programm. Wir gingen mit unseren Kindern nach Manacor ins Rafael Nadal Museum. Rafael Nadal hat in seiner Heimatstadt Manacor eine eigene Tennisakademie mit Sportcenter und Museum aufgebaut. Das Museum war spannend und interaktiv. Man konnte mit VR Brillen Tennisspielen oder sonstige Sportarten austesten. Es gab ein Fussballfeld, in welchem Tore geschossen werden konnten. An einem Ort bestand die Möglichkeit Schiedsrichter zu spielen und VAR-Entscheide zu beurteilen (Ball in oder out). Nach dem Besuch wollten wir in Manacor etwas zu Mittag essen doch leider war alles geschlossen, weshalb wir in die Finca zurückkehrten.
Für Montag stand ein Ausflug zur Kartbahn in Can Picaford auf dem Programm. Wir reisten an kurz nachdem die Bahn geöffnet wurde. So waren vor uns lediglich drei Personen auf der Piste. Eine Runde fahren dauerte 8 Minuten. Bis auf Natascha fuhren alle und hatten riesen Spass daran, so dass gleich noch eine zweite Runde gelöst wurde. Anschliessend fuhren wir nach Alcúdia, um dort das Städtchen zu besuchen. Dieses ist umgeben von der alten Stadtmauer. Ein Teil davon ist nun geöffnet, wodurch man auf der Mauer laufen kann. Quer durch die Stadt verläuft eine Gasse, auf beiden Seiten davon mit schönen Shops. Im Zentrum der Stadtmauern ist ein Platz mit vielen Restaurants. In einem davon assen wir zu Mittag – für die Herren gab es endlich eine Paella mit Meeresfrüchten.
Am Dienstag besuchten wir Palma und gingen dort auf eine kleine Shoppingtour. Bevor es am Donnerstag wieder nach Hause geht, war nochmals ein Strandtag angesagt. Diesmal fuhren wir nur 10 Minuten an den Strand, den uns die Hausbesitzer empfohlen haben – Cala Romantica. Erneut eine Traumbucht mit türkisfarbigem und klarem Wasser. Sie haben nicht zu viel versprochen.
Bei der Abgabe der Finca am Donnerstag haben wir noch mit den Hausbesitzern gesprochen. Sie besassen an der gleichen Strasse ein Haus, jedoch etwas weiter vorne. Unser grösserer wollte dann wissen, ob sie Pfaus haben, da er diese Tiere auf ihrem Anwesen gesehen hätte. Die Besitzer bejahten und erzählten, dass sie sogar einen weissen Pfau besitzen und wir diese gerne noch kurz anschauen dürfen. Die Tiere waren sehr schön und die Kinder super glücklich, als sie alle noch zwei Pfaufedern als Andenken erhielten.
Mit der Swiss ging es danach von Palma de Mallorca nach Zürich zurück. Als wir über die Schweiz geflogen sind, informierte uns der Pilot, dass er die Erlaubnis erhalten hat, über die Alpen zu fliegen. Eine Minute später war auf der einen Seite das Matterhorn, danach der Aletschgletscher zu sehen. Die andere Seite kam in den Genuss die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau zu sehen.


