Sarnen

Da Nairo in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiert, durfte er die Ferien mitbestimmen. So wünschte er sich Thailand, einen Camper zu mieten und mit seinem Freund Jamie in die Ferien zu verreisen. Leider konnten diese drei Wünsche nicht kombiniert werden. So waren wir im Februar in Thailand, haben im Mai einen Camper gemietet und im Juli fliegen wir mit der Familie von Jamie nach Mallorca.

Wann wir mit dem Camper vereisen möchten und wo wir ihn buchen möchten war für uns schnell klar. Wir hatten bereits einige Male mit dem Pächter des Restaurants vom Schwimmbad in Seuzach gesprochen, da er auch Wohnmobile vermietet. Da die Kinder nach Pfingsten noch zwei Tage schulfrei hatten und der Mittwoch auch noch auf den Geburtstag von Manoa fiel, entschieden wir uns da von Freitag bis Mittwoch zu verreisen. Um das Wohnmobil auch zu nutzen, buchten wir zwei Campingplätze – Sarnen und Lugano.

Leider machte uns das Wetter während Wohnmobilferien einen Strich durch die Rechnung und es war Regen angezeigt. Viel Regen sogar, dass im Tessin der See teilweise über das Ufer getreten ist. Daher haben wir noch vor unserer Abreise den Campingplatz in Lugano storniert und wollten spontan auf Grund der wirklichen Wetterlage entscheiden.

Die Kinder waren voller Vorfreude auf die Fahrt mit dem Camper nach Sarnen. Selten verging eine Anreise mit einem Fahrzeug so problemlos. Auch hörten wir kein einziges Mal die Frage „gaaz na laaang?“. Angekommen in Sarnen erhielten wir einen Platz beinahe in vordester Front zugeteilt. Kaum parkiert waren die Kinder bereits verschwunden und tauchten länger nicht mehr auf. Oder dann im Schlepptau mit ihren neuen Freunden.

Nachdem wir installiert waren konnten auch wir mit Seesicht auf unser Campingerlebnis mit Kindern anstossen. Danach nahmen wir einen Rundgang auf dem Campingplatz vor. Was Natascha sehr wichtig ist, sind die sanitären Anlagen. Diese waren sehr sauber, neu und gepflegt. Bei den sanitären Anlagen gab es auch Waschstellen, bei welchen das Geschirr abgewaschen werden konnte. Auch war eine kleine Campingküche vorhanden, die von allen genutzt werden konnte. Bevor wir schlafen gehen konnten mussten wir noch das Bett für Daniele und Natascha im hinteren Teil des Wohnwagens vorbereiten. Da der Platz im Wohnmobil eher beschränkt ist, entschieden wir uns, das Bett am Morgen auf die Seite zu räumen und es am Abend jeweils neu zu richten. Die Kinder hatten ihren Schlafplatz oberhalb der Fahrerkabine und konnten mittels einer Leiter hinaufklettern. Da mussten wir den Tag über nichts ändern lediglich die Matratze hochheben, damit auf Grund der Feuchtigkeit kein Schimmel gebildet werden kann.

Am nächsten Tag wollten wir nach Sarnen ins Dorf, da wir sowieso noch einkaufen mussten. Dabei stellten wir fest, dass es im Dorf einen Oldtimer Treff gibt und dadurch viele verschiedene Oldtimer ausgestellt waren. Wir konnten diese alle bestaunen und teilweise von den Besitzern spannendes über ihre Autos erfahren. Als wir am Nachmittag wieder auf den Campingplatz zurückkehrten ging es nicht lange und unsere Kinder waren wieder mit ihren Freunden unterwegs.

Für den Sonntag hatten wir etwas Bewegung geplant. So fuhr Daniele mit dem Bike um den Sarnersee, Natascha joggte rundherum. Und die Kinder? Die waren wieder mit ihren Freunden unterwegs :-). Selten haben wir unsere Kinder in den Ferien so wenig gesehen wie da. Wir nutzten die freie Zeit auch um zu besprechen, wo wir die zwei ausstehenden Nächte verbringen sollen. Auf Grund vom Wetter entschieden wir uns, unseren Aufenthalt in Sarnen zu verlängern.

Am Pfingstmontag reisten viele ab und die Freunde von Nairo und Manoa kehrten wieder nach Hause. Wir unternahmen eine kleine Velotour nach Alpnach und hielten auf dem Rückweg in einer sehr feinen Gelateria in Sarnen für einen Glacestop. Den Rest des Tages verbrachten wir wieder auf dem Campingplatz beim Nichtstun.

Für den Dienstag waren die Wettervorhersagen regnerisch. Natascha startete an diesem Tag ihre Schule und war daher im Wohnmobil beschäftigt. Daher unternahm Daniele mit Nairo und Manoa einen Tagesausflug und besuchte mit ihnen das Verkehrshaus. Leider waren an diesem Tag nur noch kurze regenfreie Momente, weshalb wir uns entschieden, am Mittwoch nach dem Frühstück nach Hause zu fahren.

Obwohl das Wetter hätte besser sein können, waren es für uns sehr erholsame und entspannte Kurzferien. Das Abenteuer Camping werden wir sicherlich wiederholen.