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Ontario 1/2

Seit Mittwoch, resp. Donnerstag sind wir nun in Kanada. Unsere Reise startete auf kanadischem Land in Toronto. Da wir am Freitagmittag in Richtung Niagara-on-the-Lake fuhren, nutzten wir die restliche Zeit in Toronto, um shoppen zu gehen. Bereits in Toronto wurden wir von den Kanadiern in den Läden sehr freundlich empfangen und bedient.

In Niagara-on-the-Lake haben wir zwei Nächte in einem Bed&Breakfast reserviert. Die Besitzer haben uns bereits im voraus mehrmals kontaktiert, um allfällige Reservationen für uns zu erledigen. Ihre Hilfsbereitschaft wie auch Gastfreundlichkeit wurde bestätigt, als wir dort ankamen. Wir hatten einen sehr herzlichen Empfang. Am nächsten Morgen gab es um 9.00 Uhr Frühstück – dieser wurde frisch von den Gastgebern zubereitet. Da zu diesem Zeitpunkt alle Gäste der drei Zimmer zusammensassen, gab es noch lustige Gespräche. Gestärkt fuhren wir mit den Velos zu den 25 km entfernten Niagarafällen. Das Wetter zeigte sich auch von der besten Seite – wir hatten den ganzen Tag Sonnenschein – und so radelten wir gemütlich den Fluss aufwärts.

Den Ausflug bei den Niagarafällen starteten wir – wie die meisten Touristen – mit der „Maid of the Mist“, einem Ausflugsboot, mit welchem die Touristen sehr nahe an die Fälle gefahren werden. Ausgerüstet mit einem sehr passenden Regenschutz ging es an Bord. Die Fahrt führte vorbei an den amerikanischen direkt in die Gischt der kanadischen Fälle. Bei diesen wurde uns die Kraft des Wassers richtig bewusst: das Boot kam keinen Zentimeter mehr voran, es wehte ein heftiger Wind und wir wurden trotz Aufenthalt im Unterdeck ziemlich nass. Zurück an Land ging es zur Aussichtsplattform, wenige Meter neben den kanadischen Fällen. Danach ging es bereits retour auf dem Fahrradweg, welcher an unzähligen Weingütern entlang führte. Eine Degustation kanadischer Weine liessen wir und dabei nicht entgehen.

 Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Kingston und 1‘000 Islands. Wo wir genau übernachten werden, liessen wir offen. So fuhren wir zuerst per Autobahn Richtung Toronto. In Toronto haben wir das erste Mal gesehen, dass es für Autos, bei welchen zwei und mehr Personen im Auto sitzen eine spezielle Fahrspur gibt. Diese nutzten wir natürlich und fuhren weiter Richtung Picton. Da uns dieses Städtchen nicht sonderlich gefiel, fuhren wir gleich weiter nach Kingston, der alten Hauptstadt von Kanada, wo wir schlussendlich auch übernachteten. 

Nach einer kurzen Waschaktion am nächsten Morgen besichtigten wir die Stadt und gingen am Mittag auf eine 3-stündige Raddampferfahrt, welche uns durch die 1‘000 Inseln führte. Während dieser Flussfahrt waren wir wohl ziemlich die einzigen Europäer an Bord. Es wimmelte nur von Indern und Asiaten. Auf dem Boot gab es noch zwei Herren, die Musik spielten. Gegen Ende des Ausflugs bekamen danach die Inder die Möglichkeit selber zu singen. Dies war ein amüsantes Erlebnis. Die Inseln, welche wir sahen waren eindrücklich. Es gab da wirklich einige sehr kleine Inseln mit nur einem Haus drauf.

Nach diesem Ausflug fuhren wir weiter nach Ottawa, unserer ausserplanmässigen Übernachtung und aktuellen Hauptstadt. Bereits die Fahrt zu unserem Hotel im Zentrum zeigte uns, dass es sich bei Ottawa um eine sehr gemütliche Stadt handelt. Die Einwohner sprechen zu 30% französisch, 70% englisch. Dieser Sprachmix wurde uns immer wieder vor Auge geführt. Alle Tafeln und Schilder waren in beiden Sprachen angeschrieben. 

Die Gemütlichkeit und ein Fluss, welchen wir entdeckt haben, liess bei uns die Idee aufkommen, dass wir diesem Fluss entlang joggen könnten. Als wir am nächsten Morgen einmal mehr Sonnenschein hatten, setzten wir unseren Plan in die Tat um und erkundigten später die Stadt.