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Vancouver

In Vancouver angekommen, haben wir unseren Campingplatz für die nächsten vier Nächte gleich neben der Lionsgate-Brücke bezogen. Über diese sehr lange Brücke liefen wir am nächsten Tag trotz Höhenangst in die Stadt. In der Stadt stiegen wir in einen richtigen Hop-on-/Hop-off-Bus, welcher alle Stationen bediente. Wie in jeder Stadt gibt es auch hier zahlreiche Unternehmen, die Tickets für diese Tour verkaufen. Wir entschieden uns für einen nostalgischen Trolleybus, welcher zudem noch zwei verschiedene Routen gefahren ist. Die erste Route, welche wir sahen, führte uns durch die wichtigsten Stadtkreise Vancouvers, wobei uns vor allem Gastown und Yaletown in guter Erinnerung bleiben werden. Am Ende dieser Hop-on-/Hop-off-Tour gingen wir zur Abwechslung wieder einmal shoppen, was einem an der Robson Street sehr einfach fällt. Da wir nach dieser Anstrengung nicht noch etwa eine Stunde zurücklaufen wollten, entschieden wir uns, erneut den Trolleybus zu nehmen. Dieses Mal jedoch die andere Route, da diese gleich auf der anderen Seite der Lionsgate-Brücke hält und wir somit lediglich noch die lange Brücke hinüberlaufen mussten. Dieser Entscheid erwies sich als goldrichtig, da der Busschauffeur sehr unterhaltsam war und im Schneckentempo vorwärts fuhr, da er alles haargenau kommentierte.

Am Tag darauf entschieden wir uns, einen Tagespass für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Vancouver zu kaufen. Wir mieteten danach am Morgen ein Velo und fuhren mit diesem gemütlich um den Stanley Park und am Schluss noch quer hindurch. 

Wie vielleicht einige (wahrscheinlich eher Herren) von euch wissen, ist Vancouver im Final des Stanley Cups und Vancouver deshalb momentan im Hockeyausnahmezustand. Alles mögliche ist mich Hockeyfahnen, -sprüchen und -shirts dekoriert: Hotels, Busse, Fensterscheiben, Statuen, der Tower vom Flughafen in Vancouver und so weiter uns so fort. Fahnen so weit das Auge reicht… Die Atmosphäre während eines Spiels wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und gingen deshalb nach der Velotour kurz zum Camper zurück, um uns frisch zu machen und zurück ins Epizentrum zu gehen. Im Bus wurden wir danach von einem eher älteren Ehepaar mit Tipps zugedeckt, wo dieser Hockeymatch überall in der Öffentlichkeit auf Leinwand übertragen wird. Man kann sich dies wie eine Public Arena bei einer WM oder EM vorstellen. Da in diesen Bereichen ein riesen Gedränge unter den Menschen herrscht, entschieden wir uns für die gemütliche Variante und setzten uns in einen Pub, um dort das Spiel mitzuverfolgen.

Nun blieb uns noch ein Tag in Vancouver. Wir entschieden uns, an diesem letzten Tag den Morgen getrennt zu verbringen. Daniele machte sich auf zur Capilano Hängebrücke, welche den 137 breiten und 78 m tiefen Canyon verbindet. Die Brücke war eine etwas wackelige Angelegenheit, aber unproblematischer zu überqueren als befürchtet. Am besten in diesem Park war jedoch der Canyonwalk. Ein Steg, welcher knapp neben der Felswand vorbei führte. Das auf diesem Canyonwalk unter einem nie ein fester Untergrund war, wurde einem erst recht auf den Glasplattformen bewusst.

Getroffen haben wir uns dann wieder im Stadtzentrum, um noch die zweite Route mit unserem Trolleybus abzufahren. Es war zwar nicht der gleiche Chauffeur, wie zwei Tage zuvor, aber auch dieser kommentierte so ziemlich alles, was er gerade sah, womit auch diese Fahrt recht amüsant war. Anschliessend genossen wir noch ein wenig das schöne Wetter in der Stadt und machten uns danach zurück auf unseren Campingplatz. Nicht gerade einfach bereitete sich aber die Rückfahrt mit dem Bus, da unsere Buslinien leider bereits völlig überfüllt an der Haltestelle ankamen und das Zusteigen zusätzlicher Passagiere nicht möglich war. Wir haben es dann über kleine Umwege doch noch nach Hause geschafft, wo Natascha das letzte Abendessen während der Campingzeit zubereitete: Fajitas mit verschiedenem Gemüse und Käse. Der Käse hat sich dann jedoch in „Luft“ aufgelöst. Ein Rabe bediente sich unseres Käse uns kam so vermutlich auch zu einem Gaumenschmaus.

Nachdem wir heute Morgen den Camper zurück gegeben haben, nutzten wir den Nachmittag, um nochmals in die Stadt zu gehen. In einem coolen Pub in Gastown, wo das Bier selber gebraut wird, bestellten wir eine Portion Nachos. Eine Portion, die alles zuvor gesehene bezüglich Grösse übertraf (Foto folgt) und zudem sehr fein war. Nach einem Verdauungs-Spaziergang sitzen wir nun am Flughafen und warten auf unseren Weiterflug nach Florida.