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Ontario 2/2

Von Ottawa ging es direkt in den Algonquin Park, wo wir eine Lodge reserviert hatten. Das Ressort bestand aus 10 solcher Blockhäuser, die alle sehr viel Platz hatten und ebenso einen Jacuzzi besassen. Das Ressort lag etwas abseits, jedoch war das Frühstück und das Abendessen im Preis inbegriffen. Am ersten Abend beherbergte das Restaurant neben uns noch eine Hochzeitsgesellschaft, wobei wir unverhofft zu einem Stück Hochzeitstorte kamen.

Am nächsten Tag gingen wir bei Traumwetter in den Park mit der Hoffnung, Elche, Bären oder sonstige Tiere zu sehen. Zuerst ging es aber auf ein Kanu… das erste Mal für beide von uns, doch Natascha konnte sich leider nicht allzu sehr für dies begeistern. Deshalb haben wir das Kanu nach einer kleinen Rundfahrt zurückgebracht und uns entschieden, noch einen elf Kilometer langen Wanderweg zu laufen, welcher an neun Seen vorbeiführte. Wir wussten da nur, dass der Wanderweg nass sein kann und es eher eine anstrengende Wanderung ist. Die vorgegebene Zeit von sechs Stunden haben wir als falsch erachtet. Wir sind sowieso schneller…

Beim Start lag ein Guide auf, welcher uns auf 13 verschiedene Punkte entlang der Route hinwies, welche meist mit Tieren verbunden waren. Nun konnte es los gehen – entlang dem wirklich erstaunlich gut markierten Wanderweg. Der Wanderweg war tatsächlich nass. Wir mussten teils selber lachen, da wir plötzlich vor einer grossen „Pfütze“ standen und so die Tiersafari eher zu einem amüsanten Hindernisparcours wurde. Gesehen haben wir aber trotzdem einige Tiere – leider weder Bären noch Elche, doch dafür umso erstaunlicher Schildkröten und eine Schlange. Die Wanderung als solches war dank der Natur trotzdem lohnenswert. Da der Weg mal hoch und mal runter ging, kamen wir Wanderer schlussendlich erst nach vier Stunden am Zielort an und fuhren danach nach Hause, wo wieder ein vier-Gänger auf uns wartete.

Am Tag darauf ging es früh los – wir mussten ja noch Elche sehen. Und da diese scheinbar früh im Park ersichtlich sind, entschieden wir uns, sehr früh durch den Park zu fahren und danach direkt weiter Richtung Endstation Toronto zu fahren. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt und wir konnten einen Elch aus nächster Nähe betrachten. Wesentlich scheuer war jedoch ein Wolf, welcher gemütlich auf der Strasse weilte, bis wir uns mit dem Auto näherten.

Da uns unterwegs kein Ort mehr zusagte und es sehr stark regnete, entschieden wir uns, direkt nach Toronto zu fahren, damit wir doch noch einen ganzen Tag in Toronto Zeit haben. Unser Vorhaben wurde durch einen sonnige Ankunft und warme Temperaturen in Toronto belohnt.

Den Tag darauf nutzen wir mit einer Hop-on-/Hop-off-Bustour, welche sich schlussendlich nicht so sehr rentierte. Wir merkten bald, dass wir praktisch die einzigen waren, die aus- und wieder einstiegen. Dies war vielleicht auch wetterbedingt, es war kalt, grau und nieselte teils. Der Bus hielt komischerweise nicht bei allen Stationen und als wir an einer anderen wieder einsteigen wollten, warteten wir und warteten. Alles in Allem etwa 1,5 Stunden – danach gaben wir auf und liefen nach Hause.

Am Abend ging es auf den CN-Tower. Leider spielte das Wetter nicht mit und der CN-Tower war in Nebel gehüllt, dafür war das Nachtessen ausgezeichnet und somit trotzdem ein gelungener Abschluss für den ersten Teil unserer Reise in Kanada.