Sardinien

Verhältnismässig spät (im Mai) hatten wir die Herbstferien in Sardinien gebucht. Leider lag der Direktflug ab Zürich nicht in unserem Budget, weshalb wir auch die Flüge ab Basel und Genf geprüft hatten. Da uns das Paket ab Genf besser zugesagt hatte, haben wir uns für diese neue Abflugdestination entschieden und wollten es gleich mit einer Stadtbesichtigung verbinden.

So reisten wir am Morgen nach Genf ins NH Geneva Airport Hotel, welches wir für die Nacht in Genf gebucht hatten. Wir stellten unser Gepäck dort ein und fuhren retour an den Hauptbahnhof, da wir von dort aus eine einstündige Tuktuk-Tour durch Genf gebucht hatten. Karim, unser Tourguide, zeigte uns verschiedene Sehenswürdigkeiten und erzählte viel spannendes an den jeweiligen Stops. Leider konnten wir den Jet d’eau nur kurze Zeit sehen. Bei Wind, der an diesem Tag leider vorhanden war, wird der Springbrunnen automatisch abgestellt. Nach der Tour besuchten wir noch einige Einkaufsläden in Genf und assen frühzeitig eine Pizza im Restaurant Molino. Die Kinder wollten so rasch als möglich zurück ins Hotel, um dort möglichst viel vom ersten Unihockeyspiel ihrer Lieglingsmannschaft zu sehen. Eine ca. 20-minütige Tramfahrt und anschliessend noch 5 Minuten zu Fuss später kamen wir im Hotel an und bezogen unser Zimmer, welches sehr gross war. Für den nächsten Morgen hatten wir um 05.20 Uhr ein Taxi bestellt, da der hoteleigene Shuttle an den Flughafen erst ab 05.50 Uhr regelmässig fährt und unser Flug nach Olbia um 07.05 Uhr startete.

Zum ersten Mal flogen wir mit Easy Jet, für uns ein durchaus positives Erlebnis. Bei der Buchung des Fluges hatten wir zwei Koffer für je 23kg bezahlt. Leider merkten wir jedoch, dass der eine Koffer dieses Gewicht überschritt. Beim Online-Checkin bestand dann die Möglichkeit zusätzlich Gewicht zu zahlen, so lösten wir für beide Koffer 3kg zusätzlich. Am Flughafen war alles sehr gut gekennzeichnet, wir konnten an Self-Checkin Schalter noch die Gepäcketiketten ausdrucken und die Koffer anschliessend selbständig auf die Rollbänder legen, von wo sie in die Gepäcksortieranlage fuhren. Die Sicherheitskontrolle hatte nicht viele Reisende, weshalb wir rasch durch waren und noch Frühstück einkaufen konnte. Am Gate blieb uns noch genügend Zeit um den Kaffee zu trinken und die Gipfeli zu essen bevor es zu Fuss übers Rollfeld ins Flugzeug ging. Wir hatten beim Checkin angewählt, dass die Sitzplätze zugewiesen werden und so erhielten wir Reihe 28 Sitze A, B, E und F. Da eine Reihe aus 3 Sitzen bestand gingen wir davon aus, dass wir jeweils eine fremde Person am Gang neben uns sitzen wird. Die beiden restlichen Plätze blieben auf dem sehr gut gebuchten Flug zu unserer Freude leer, weshalb wir die beiden Reihen für uns hatten.

In Olbia gelandet erhielten wir unser Gepäck sehr schnell und waren nach einem kurzen Fussmarsch bereits bei SIXT, unserem Autovermieter. Auch die Abwicklung des Mietfahrzeuges verlief rasch und unkompliziert. Mit unserem Mietauto fuhren wir danach etwas länger als 3,5 Stunden in den Süden. Die Strassen waren in einem sehr guten Zustand und entlang der Strassen war mehrheitlich nur Landschaft zu sehen. Teilweise kam eine Tankstelle auf der Autobahn, doch die meisten davon waren geschlossen.

Für sechs Nächte haben wir das Hotel Falkensteiner Capo Boi gebucht. Im Preis dabei war das Frückstücksbuffett und Abendessen. Auch am Abend gab es Buffett, zudem wurden jeweils zwei Pastamenüs und ein Risottomenü angeboten, welche bei den Köchen bestellt und von diesen auf Wunsch hergerichtet wurden. Die Zimmer waren sehr hell, bestanden aus zwei Zimmern mit Betten auch für die Kinder. Es gab einen Ankleide-/Garderobenraum und ein sehr geräumiges Badezimmer.

Zufälligerweise fand im Hotel von Montag bis Freitag als wir da waren ein Fussballcamp von Hannover 96 statt. Als unsere Kinder davon erfuhren, wünschten sie sich, daran teilnehmen zu können. Am Anreisetag um 17.00 Uhr war Treffpunkt für alle Kinder, die am Fussballcamp teilnehmen, damit sie sich gegenseitig kennenlernen konnten. Die Kinder wurden nach Alter in Gruppen eingeteilt und konnten so gegeneinander Fussball spielen Da alles Kinder aus der Schweiz oder Deutschland waren, wurde das Camp in Deutsch durchgeführt. Am nächsten Morgen vor dem Start erhielten die Kinder ihre Ausrüstung (Shirt, Hosen, Socken und Flasche), die sie behalten durften. Manoa und Nairo gingen jeden Tag sehr gerne zu Denis ins Camp und spielten auch die restliche Zeit oft mit anderen Gschpönli aus dem Camp auf dem Fussballplatz.

Die Kinder waren am Morgen jeweils während zwei Stunden im Camp beschäftigt, wir Eltern verbrachten die Zeit im Fitness oder am hoteleigenen Strand. Am Nachmittag besuchten wir jeweils Orte ausserhalb des Hotels. Einmal ging es für einen Shoppingausflug nach Cagliari, die Stadt hat uns nicht sonderlich gefallen. Es mag am Wetter (es regnete bei unserem Besuch in Strömen) oder unserer Besuchszeit (am Nachmittag als viele Läden geschlossen waren) liegen. Ein andermal besuchten wir das Nachbarsdörfli Villasimius. Wir gingen davon aus, dass sich dieses am Meer befindet, da es einen Hafen hatte. Am Hafen gab es jedoch nur zwei Shops und ein kleines Restaurant, alles wirkte wie ausgestorben. Im Dorfkern selber war mehr los, dieser war jedoch nicht direkt am Meer.

Sardinien haben wir ursprünglich wegen dem schönen Meer ausgesucht, welches immer wieder auf Fotos abgebildet ist. Das Wasser in der Meeresbucht vor unserem Hotel war sehr klar, unweit vom Ufer sah man beim Schnorcheln bereits viele Fische, alle jedoch von der gleichen Sorte. Auch die anderen Strände, an welchen wir einige Nachmittage verbrachten waren traumhaft schön und nicht voll mit Menschen. Die Parkplätze lassen nur erahnen, wie die Strände im Hochsommer aussehen müssen. Wir besuchten die Strände an der Costa Rei, den Iki Beach und Lido Tamatete, der für uns mit Abstand der schönste Strand war. Daher besuchten wir ihn gleich zweimal. An allen Stränden gab es Restaurants, die trotz Nebensaison noch offen waren.

Da unser Rückflug früh aus Olbia nach Genf zurück ging, reisten wir bereits am Vortag wieder in den Norden. Diesmal entschieden wir uns für die Strasse entlang der Küste. Diese führte uns durch Dörfer und über kurvenreiche Strassen. Manoa vertrug die Kurven in diesen Ferien zum ersten Mal nicht und musste zweimal auf Fahrten erbrechen. Danach wollte er nicht mehr ins Auto steigen und lieber zu Fuss retour laufen… wir setzten ihn dann auf den Beifahrersitz, wodurch es für ihn besser war. Nach drei Stunden Fahrt erreichten wir das Hotel Amasea in San Teodoro. Ursprünglich hatten wir geplant für das Nachtessen ins Dorf San Teodoro zu gehen. Nachdem wir vor Ort gesehen haben, dass es ein hügeliger Weg dorthin ist, blieben wir den Rest des Tages im Hotel und assen auch dort Znacht. Nach nicht einmal 24h verliessen wir dieses Hotel früh morgens, um unseren Flug nach Genf zu erwischen. Einmal mehr klappte alles einwandfrei trotz langem Anstehen für das Check-in und vor der Sicherheitskontrolle. Diesmal hatten wir nicht das gleiche Glück wie auf der Hinreise und erhielten in zwei Reihen jeweils die Plätze am Gang. Aber auch dies nutzten wir zu unserem Vorteil und konnten einerseits die Beine strecken und waren andererseits rasch beim Aussteigen. Nachdem wir unser Gepäck erhalten haben nahmen wir den nächsten Zug am Flughafen Genf und fuhren nach Hause.